Am Ostbahnhof trifft sich die Welt. Ankommen und Wegfahren bestimmen den grosszügig gestalteten Platz. Auf der Wasseroberfläche des Brunnens spiegelt sich frisch und lebendig die einmalige Bergwelt. Hier in Interlaken Ost kommen die internationalen Züge aus Europa an, hier beginnt die Reise in die Alpenwelt von Eiger, Mönch und Jungfrau. Wenige Minuten vom Bahnhofplatz starten die Schiffe zur Fahrt auf den Brienzersee. Die gelben Busse schaffen die Verbindungen zu den umliegenden Orten und ins Zentrum von Interlaken.
1874 führte die Bödelibahn erste Reisende aus aller Herren Welt zum Zollhaus, so hiess die erste Station Interlaken Ost. Mit der Eröffnung der Berner Oberland-Bahn 1890, der Schiffanlegestelle 1891 und der Brünigbahn (heutige Zentralbahn) wurde 1916 der Ostbahnhof zum Verkehrsknotenpunkt. Das heute unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude stammt aus dem Jahre 1917.
Lange fristete der Bahnhofplatz, umgeben von Kulturfläche, ein einsames Dasein als Parkplatz. Erst um die Jahrtausendwende entwickelte sich rund um den Platz ein lebendiges Geschäfts- und Dienstleistungszentrum. Zusammen mit der Gemeinde, den Bahnen und dem Kanton Bern konnte der Bahnhofplatz Interlaken Ost als «Entwicklungsschwerpunkt» in vier Etappen realisiert werden. Seit 2003 zählt der Platz mit seinem eleganten Brunnen aus schwarzem Ringgenberger Kalkstein zu den schönsten Bahnhofplätzen der Schweiz. Gestaltet wurde er von den Berner Architekten Silvia und Kurt Schenk. Über 70 Planer hatten sich für die anspruchsvolle Aufgabe interessiert.
Tafel Bahnhof Interlaken Ost
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