Interlaken Tourismus
Interlaken Tourismus
    Willkommen  >  Erlebnisse  >  Sommer  >  Dorfrundgänge  >  
  DE FR EN ES NL |
SuchenNewsletterGästebuchPostkarte sendenMailHome 
Quicksearch

Geben Sie hier die Quicksearch Nummer aus unserem Prospekt ein...


© 2008 Interlaken Tourismus
Englischer Garten, Harder & Adolf Guyer-Zeller

 Englischer Garten - vom Umschlagplatz zum Park

 Harder - Hausberg von Interlaken

 Adolf Guyer-Zeller - Erbauer der Jungfraubahn


 
 
 
Englischer Garten - vom Umschlagplatz zum Park

Die Aare trennt und verbindet

Anlegestellen und Brücken hatten seit je her für den Reise- und Güterverkehr eine wichtige Bedeutung. Die Zollbrücke bot ab 1702 einen ersten sicheren Übergang über die Aare, bis sie 1870 durch die Beau-Rivage-Brücke ersetzt wurde. Aus der Uferpartie bei der Anlegestelle und dem Umschlagplatz entwickelte sich der Englische Garten.

 

Jahrzehnte bevor der Englische Garten seinen Namen erhielt und mit edlen, zum Teil exotischen Bäumen bepflanzt wurde, galt der Platz als Anlegestelle für die Schiffsleute vom Brienzersee. Diese brachten Ware und Passagiere an Land oder setzten sie ans andere Ufer über, um so den Brückenzoll der nahen Zollhausbrücke zu umschiffen. Von 1702 bis 1870 galt die gedeckte Holzbrücke als einer der wenigen sicheren Übergänge über die Aare. Das stattliche Zollhaus lässt erahnen, wie rege der Warenfluss zwischen dem westlichen Oberland und den nördlichen Brienzerseedörfern war.

 

Seit die Rechte des Klosters Interlaken 1528 an die Stadt Bern übergingen, gehörte der Landeplatz samt Gelände zum bernischen Hoheitsgebiet. Nach dem Bau der Beau-Rivage-Brücke im Jahre 1870 gestaltete sich der Platz in verschiedenen Schritten zu einer parkähnlichen Gartenlandschaft. Einem Modetrend folgend, legten sich Städte wie München englische Gärten zu. Für Interlaken - als angesehener Kurort mit vielen Gästen aus England - war ein solcher Garten ein Muss. 1929, nachdem der Garten sich alles andere als in kurörtlicher Manier präsentiert hatte, startete der Kurverein eine Initiative zur Neugestaltung der Anlage. In einem Pachtvertrag zwischen dem Kanton Bern und der Gemeinde wurde dieser die Verantwortung für den „sog. englischen Garten“ übertragen: „Es ist ihr gestattet, die Anlage mit ihren Wegen, Bäumen und Ufermauern umzugestalten, sowie Bauten für Bedürfnisanstalten etc. in gefälliger Form zu erstellen.“ Im Jahr 2000 erwarb die Gemeinde den Boden vom Kanton Bern.

 

In all den Jahren haben die Gärtner der Gemeinde Interlaken mit viel Sorgfalt den Garten, Blumen und die mächtigen, zum Teil über 100 Jahre alten Silberpappeln, Linden, Ahorne, Kastanien-, Tränenkiefer- und Mammutbäume gepflegt. 

 

 Tafel Englischer Garten

  


Harder - Hausberg von Interlaken

In wenigen Minuten auf dem Panoramaberg:

Auf dem Harder gewinnt man den Überblick. Im Panoramawagen führt die Standseilbahn ihre Gäste auf den 1322 Meter hoch gelegen Harder Kulm, und dies seit mehr als 100 Jahren.

 

Ein paar Schritte von hier, auf der gegenüberliegenden Seite der Aare, startet die Harderbahn zu ihrer Fahrt auf den Hausberg von Interlaken. Seit über hundert Jahren führt sie - Sommer für Sommer - ihre kleinen und grossen Fahrgäste zum Aussichtspunkt Harder Kulm. Wie aus der Vogelperspektive liegt das „Bödeli“ – so wird das Gebiet zwischen Thuner- und Brienzersee liebevoll genannt – ausgebreitet vor seinen Gästen. Das einzigartige Ausflugsgebiet, für welches Interlaken bekannt ist, wird zur Panoramalandschaft.

 

1908, an einem Regentag, wurde die Bahn feierlich eingeweiht, seither scheint für sie fast nur die Sonne. Doch die Initianten hatten einige Gewitter zu erdulden, standen oft im Regen, bis das Bahnprojekt ins Rollen kam. Fünfzehn Jahre lang verstaubten die Pläne auf Schreibtischen oder in Schubladen bis Dr. Fritz Michel aus Interlaken die Bahnidee auf die Schiene brachte. „Wer hat dich du schöner Wald, aufgebaut so hoch da droben“, das Gedicht von Josef von Eichendorff, vertont von Felix Mendelssohn-Bartholdy, kam als Kampflied gegen das Bahnprojekt zum Einsatz. Erst als die Linienführung, aus Gründen des Landschaftsschutzes, als weiten Bogen um das „Hardermandli“ herum – eine markante Felspartie – gestaltet wurde, verstummten die Protestgesänge.

 

Vom ersten Tag an fuhr die Bahn mit erneuerbarer, elektrischer Energie, gewonnen aus Wasserkraft der Aare. Zum 100. Geburtstag erhielt die kleine rote Bahn zwei neue Panoramawagen. Seit da pendeln die Wagen – verziert mit den Steinbock-Wappen von Interlaken und Unterseen – einer aussichtsreichen Zukunft entgegen. Wer Steinböcke in natura erleben möchte, findet bei der Talstation grosse Zuchtgehege dieser stolzen Tiere.

 

 Tafel Harder

 


Adolf Guyer-Zeller - Erbauer der Jungfraubahn

Eine Bahn auf die Jungfrau:

Die Idee, das Projekt waren genial. Adolf Guyer-Zeller hat allen Schwierigkeiten zum Trotz den Start zum Bau der Jungfraubahn geschafft. Auch nach hundert Jahren gilt sie als wichtiges Zugpferd für den erfolgreichen Tourismus in der Jungfrau Region.

 

Adolf Guyer-Zeller war ein Mann der Tat. Hatte sich der Zürcher Oberländer Unternehmer etwas vorgenommen, so wusste er dieses mit all seiner Kraft umzusetzen. Als ungekrönter Eisenbahnkönig der Schweiz fehlte ihm nur noch eine Bahn: Die Bahn auf die Jungfrau. Seine einfache, aber realistische Idee, hatte er sich 1893 bei einem Besuch in Mürren auf ein Blatt aus seinem Taschenkalender skizziert. Inspiriert von den dampfenden Zügen der frisch eröffneten Wengernalpbahn, begann sein Projekt an ihrem Ziel, der Kleinen Scheidegg auf 2061 Metern.

 

Doch so einfach und schnell wie er sich seine „Königin der Bergbahnen“ vorgestellt hatte, kam die Jungfraubahn nicht in Fahrt. Technische Knacknüsse galt es zu lösen, politische Hindernisse aus dem Weg zu räumen und die nötigen Finanzen aufzutreiben. 1896 griffen die ersten Bauarbeiter zu Pickel, Schaufel und Bohrer. In einem Basislager richteten sich über 300 Ingenieure, Mineure und einfache Arbeiter am Fusse des Eigers ein. In vier Jahren sollte der Gipfel der Jungfrau erreicht sein. Doch dieses stolze Ziel wurde nie Realität. Nach drei Jahren starb Adolf Guyer-Zeller an einer Lungenentzündung im Alter von kaum 60 Jahren. Dreizehn weitere Jahre brauchten seine Söhne, um den Tunnelbau bis zum Jungfraujoch voranzutreiben. Adolf Guyer-Zeller hätte sich mit dem Erreichten wohl kaum zufrieden gegeben...

 

Das mutige Werk des unerschrockenen Pioniers ist zum Erfolgszug für den Tourismus in der Jungfrauregion, ja der Schweiz geworden, zum Top of Europe.

 

 Tafel Adolf Guyer-Zeller

 

 

 zurück zur Übersicht

 


 
17.05.2012 04:23
 

 zurück zur Übersicht