| Ein Auszug aus der Geschichte... |
Wann genau sich die ersten Siedler in Beatenberg niederliessen, ist nicht bekannt. Allgemein bekannt ist heute die Sage von der Vertreibung des Drachen aus der St. Beatus-Höhle durch den Heiligen Beatus. Die Höhle war bis zur Reformation ein beliebter Wallfahrtsort.
Erste urkundliche Erwähnung findet Beatenberg, genauer die Pfarrei, im Jahre 1230. Damals diente noch die Wallfahrtskapelle bei der St. Beatus-Höhle den Bäuerten Schmocken und Spirenwald als Kirche. Während der Reformation wurde sie abgebrochen und die Höhle zugemauert. 1534 erhielt Beatenberg eine eigene hölzerne Kapelle.
Erhalten haben sich an der Hauptstrasse, vorab in der mittleren Bäuerten Spirenwald, einige schöne alte Holzchalets. Schlicht und zierlich ist die reformierte Kirche; der Bau, in heutiger Form 1673 entstanden, steht unter kantonalem Denkmalschutz.
Der Wandel vom abgeschlossenen Bergdorf zum vielbesuchten Kurort begann mit dem Bau der Strasse nach Interlaken im Jahre 1865 und der Eröffnung der Drahtseilbahn von der Beatenbucht nach Beatenberg im Jahre 1889. Während der Jahrhundertwende, der sogenannten «Belle Époque», war Beatenberg nicht nur eines der meistbesuchten, sondern auch eines der renommiertesten Ferienzentren des ganzen Berner Oberlandes.
Der Erste Weltkrieg setzte dieser ruhmvollen Zeit ein jähes Ende. Erst in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts fanden wieder vermehrt Gäste den Weg nach Beatenberg. Mit dem Bau einer Sesselbahn aufs Niederhorn im Jahre 1946 und einiger Skilifte wurde Beatenberg sowohl im Sommer als auch im Winter zusehends attraktiver.

Paul Klee verband viel mit Beatenberg
Zahlreiche Wochen verbrachte Paul Klee in Beatenberg. In seinen Ferien an den Wochenenden zog es ihn auf den Berg. Seine Verwandten, die Geschwister Frick, frührten damals das Hotel Waldrand. Viele Erinnerungen Klees knüpften sich an diese Aufenthalte. Auch in späteren Jahren war Paul Klee immer wieder in Beatenberg anzutreffen, wo er sich jeweils zu erholen pflegte. Im Hotel Firnelicht quartierte er sich ein. Aber häufig war er zu Gast im Chalet Heimat (heute befindet sich die Gemeindeverwaltung in diesem Gebäude).
Kronprinz Friedrich von Preussen
Der spätere deutsche Kaiser Friedrich III. war ein gern gesehener Gast in Beatenberg. Aber auch zahlreiche Russen waren hier, so dass ein Dorfteil in Beatenberg im Volksmund die „Mandschurei“ genannt wurde.
Weitere...
In den Gästelisten der damaligen Grandhotels findet man Namen wie Königin Wilhelmine von Holland, Prinz Gustav von Schweden oder Maria Feodorowa (die Gattin des russischen Zaren Alexander der Dritte). Auch der berühmte Revolutionär Lenin weilte etwas später in Beatenberg.

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