Vermutlich um 1140 lassen die Edlen von Brienz auf dem Burgstollen – neben ihrem festen Sitz, der Burg – ein hölzernes Kirchlein in ein steinernes Gotteshaus umbauen. Die Kirche thront jetzt schon beinahe 900 Jahre über Brienz und prägt das Dorfbild bis heute.
Ein vielfältig geknöpftes Verkehrsnetz, das touristische und gewerbliche Bedürfnisse erfasst, ist für eine Gemeinde von existenzieller Bedeutung. Der ganze Handels- und Personenverkehr erreichte Brienz früher von Bönigen mit dem Schiff. Bis zum Bau der Dampfbahn Stansstad-Brienz verkehrten über den Brünig Postkutschen. Um 1915 wurde die Bahn von Interlaken nach Luzern in Betrieb genommen. Mit dem Aushub des Tunnels haben weitsichtige Touristiker die einmalige Seepromendade (Quai) realisiert. Dank dem Bau der linksufrigen Nationalstrasse A8 wurde 1988 das Dorf Brienz vom enormen Durchgangsverkehr entlastet.
Mit dem Neubau des Grandhotels Giessbach mit seinen Wasserfällen und dem Bau der Brienz Rothorn Dampfbahn um 1892 hat Brienz touristische Einmaligkeiten erhalten, die bis in die heutige Zeit nicht an Attraktivität verloren haben.
Die Vorfahren waren Bauern oder Gewerbler. Mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs entstand dann das Schnitzlerhandwerk. Am Anfang wurden Gebrauchsgegenstände, später dann auch Möbel verziert und Skulpturen geschnitzt. Um 1868 war die Blütezeit der Brienzer Holzschnitzerei (1065 Schnitzler in der Region). Heute bietet Brienz ein vielfältiges Angebot an Arbeitsplätzen. 
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