INTERLAKEN, zwischen Thuner- und Brienzersee und zu Füssen des imposanten Dreigestirns 'Eiger, Mönch und Jungfrau', ist für viele Besucher aus aller Welt seit Jahrzehnten Ziel und Ausgangspunkt aller Ferienträume.
Höheweg - der gesellschaftliche Treffpunkt
Die Hotels sind über das ganze Gebiet des Kurortes verteilt; unbestritten aber gilt der Höheweg als Mittelpunkt. An diesem Boulevard, der sich von Interlaken-West bis Interlaken-Ost erstreckt, mit vielen Hotels, Restaurants, Geschäften aller Art, Souvenirläden und blumengeschmückten Grünanlagen, treffen sich die Gäste aus aller Welt, flanieren oder fahren in Kutschen vorbei. Herzstück dieser Strasse ist die Höhematte, wo sich der Blick über die grüne Wiese hinweg auf die Berge öffnet, mit der einzigartigen Sicht auf die Jungfrau. Eine breite Promenade mit schattigen Bäumen und Restaurants lädt zum Verweilen ein.
Der japanische Garten
Interlaken verschwesterte sich 1978 mit der japanischen Stadt Otsu. Als Zeichen dieser Freundschaft und Verbundenheit wurde neben dem Hotel Interlaken ein japanischer Garten mit Teichanlage und Pavillon gestaltet.
Der Kursaalgarten
Kultureller Mittelpunkt ist seit 1859 der mehrmals renovierte Kursaal mit seinem prächtigen Garten und der vielbewunderten Blumenuhr. Am Schweizer Nationalfeiertag, dem 1. August, findet im Kursaalgarten der traditionelle Apéritif für Gäste und Einheimische statt. Alphorn, Jodeln, Fahnenschwingen und ein kräftiges, einheimisches Bier vom Fass gehören zu diesem gut besuchten Anlass. Unterhaltungsabende, Musikkonzerte und Theateraufführungen in den wundervollen Jugendstilsälen des Kursaal-Gebäudes und Folklore-Veranstaltungen im heimeligen “Spycher” erfüllen viele Wünsche. Wer will, kann sein Glück beim “Boule”-Spiel oder im Slot Machine Casino versuchen.
Der Stadthausplatz Unterseen
Der Stadthausplatz Unterseen ist ein Zeuge der städtebaulichen Künste des Mittelalters. Der Platz wurde mittlerweile auf zwei Seiten mit modernen Bauten ergänzt. In der Mitte des Platzes steht das Stadthaus, welches früher sogar als Hotel gedient hat. Heute befinden sich darin ein Restaurants, Sitzungszimmer, eine Galerie und das Zivilstandsamt des Amtsbezirks. Besuchen Sie auch das Touristikmuseum direkt am Stadthausplatz.
Archäologiekeller Unterseen
Am Rande des Stadthausplatzes befindet sich noch ein alter Keller. Unterseen zählt zu den bestuntersuchten Stadtgründungen des 13. Jahrhunderts. Der 1999 wiederentdeckte Keller des ehemaligen Hauses Kirchgasse 9 entstand 1495 oder kurz danach und ist nun als Archäologieraum zugänglich gemacht worden. Führungen werden auf Anfrage angeboten.
Beim Biergarten ist es doch so: Man geht schnurstracks rein und kommt später leicht schwankend heraus. Bei der Trinkhalle ist es genau umgekehrt: Man schwankt schwach hinein und verlässt sie wenig später aufrecht und gestärkt. So jedenfalls verhielt es sich in der Vergangenheit bei der 1863 erbauten MOLKEN-TRINKHALLE AM KLEINEN RUGEN in Interlaken. Nach einer Durststrecke von vielen Jahren wurde dieser Zeitzeuge der touristischen Entwicklung jetzt mit grossem Aufwand restauriert. Eine moderne Infrastruktur ermöglicht nun die zeitgemässe Bewirtung von Gästen. Die Molken-Trinkhalle wird an Vereine und Veranstalter, Gesellschafter und Private, für Feste, Versammlungen oder andere Anlässe vermietet.
Interlaken trägt, wie Unterseen, den Steinbock im Wappen. Der Alpenwildparkverein wurde 1913 gegründet. Ursprünglich wollte man den seit mehr als hundert Jahren ausgerotteten Steinbock wieder einbürgern. Mit Hilfe des Bundes konnte bei der Talstation der Harderbahn ein Tierpark Gehege eröffnet werden. Neben den Steinböcken findet der Besucher heute im Nebengehege auch Murmeltiere vor. Ein Besuch lohnt sich immer.
Das ehemalige Kloster und Schloss Interlaken
Östlich der Höhematte befindet sich der ehemalige Klosterbereich mit Schloss und Schlosskirche (links die katholische, rechts die protestantische Kirche). Das Augustinerkloster wurde erstmals 1133 urkundlich erwähnt. In den ersten 100 Jahren seines Bestehens war das Kloster eine wirtschaftliche Grossmacht mit viel Grundeigentum. Nach der Reformation (1525) ging der ganze Klosterbesitz an den Staat Bern über. Das Kloster wurde in ein Spital umgewandelt, die Klosterkirche diente als Weinkeller, Kornspeicher und Wagenschopf. Erst 1841 fanden wieder katholische, ein Jahr später anglikanische Gottesdienste für die Touristen statt. Die Protestanten von Interlaken mussten bis zum Bau der neuen katholischen Kirche (1908) nach Gsteig bei Wilderswil zur Predigt reisen. Der Kirchturm der ehemaligen Klosterkirche stammt noch aus dem frühen 14. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist der gotische Kreuzgang im ehemaligen Klosterhof mit der Kapelle (1452). In der ehemaligen Propstei befindet sich heute die Zinnfiguren-Ausstellung.
Das heutige Schloss von 1748, Standort des früheren Klosters und später Landvogtei, ist jetzt der Sitz der Regierungsstatthalters, verschiedener Ämter und des Gerichts.