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Revolutionär, Visionär, Romantiker – Beethoven-Triozyklus Konzert IV

In 56 days

Short facts

Das letzte Konzert des Zyklus umfasst nochmals die ganze Bandbreite des Beethovenschen Genies. Das dritte Trio des Opus 1 in c-Moll erregte schon bei seiner Uraufführung grosses Staunen. Seine wilde Dramatik veranlasste Haydn sogar zum Ratschlag an den jungen Kollegen, es nicht herauszugeben. Dieser Rat kam bei Beethoven aber sehr schlecht an und zum Glück ignorierte er ihn gänzlich. Das Trio trug nach seiner Veröffentlichung denn auch wesentlich zum raschen Aufstieg Beethovens in der Wiener Musikwelt bei. Die Variationen über das populäre Lied „Ich bin der Schneider Kakadu“ zeigen einmal mehr die Meisterschaft des Komponisten, aus einem simplen Thema charakterstarke und humoristisch-verspielte Veränderungen zu entwickeln. Neben dem Erzherzogtrio verkörpert wohl das zweite Trio des Opus 70 am meisten Beethovens romantische Seite. So entfaltet sich im dritten Satz eine ganz und gar subjektivierte Klangwelt, welche die nachfolgende, romantische Komponistengeneration nachhaltig fasziniert hat. Wendungen, die Schubert und auch Schumann vorwegzunehmen scheinen, sind darin zu hören. Ebenso erscheint hier der Melodiker Beethoven mit einer quasi unendlichen Melodie. Beethoven wird nicht müde, diese kantable Linie wieder und wieder auszusingen, so wie es kurz darauf auch Schubert tun wird. Überhaupt lebt dieses Trio von seinem melodischen Reichtum und im letzten Satz von einem überraschenden Wechsel von heiter vorwärtsdrängenden Teilen mit Kadenzeinschüben aller Instrumente.

Beethovens Musik: Überwältigend wie eine Naturgewalt! Sie markiert den Beginn einer neuen Epoche an der Schwelle von der Klassik zur Romantik. Zu Beethovens 250. Geburtstag legte das international bekannte Schweizer Klaviertrio eine hochgelobte Gesamteinspielung beim deutschen Label audite vor. „So klingt Kammermusik der Spitzenklasse.“ schrieb darüber beispielsweise das renommierte FonoForum.

In einem einmaligen Projekt führt das Schweizer Klaviertrio im Beethoven-Jahr 2020 alle seine Werke für Klaviertrio in vier kommentierten Konzerten innerhalb eines Wochenendes auf. Zwei dieser Trios erklingen dabei mit der von Beethoven selbst alternativ zur Violine eingesetzten Klarinette, interpretiert vom bekannten Klarinettisten Fabio Di Càsola, der den Konzerten damit eine weitere Klangfarbe hinzufügt. Dabei ergibt sich eine faszinierende Gesamtschau über die ganze Entwicklung der Musiksprache Beethovens, von den Jugendwerken aus der Bonner Zeit über die erstaunlichen drei Trios des op. 1 aus seiner ersten, klassischen Schaffensperiode und die der mittleren Periode zuzurechnenden Trios op. 70 bis hin zum Erzherzog-Trio op. 97, das am Beginn seines Spätwerks und an der Schwelle zur Romantik steht. Das Schweizer Klaviertrio spielt dabei neben den bekannten Werken auch das Trio op. 38, eine von Beethoven selber stammende Umarbeitung seines Septetts op. 20 zum Klaviertrio, verschiedene Variationenwerke und Trios aus der frühen Bonner Zeit. Die Philosophie der Aufführungsreihe mit Beethove...

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May 2020

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