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Revolutionär, Visionär, Romantiker – Beethoven-Triozyklus Konzert II

In 83 Tagen

Auf einen Blick

Im zweiten Programm des Zyklus erklingen die ersten Versuche Beethovens für Klaviertrio, die noch in der Bonner Zeit des Komponisten entstanden. Dazu gehören ein kurzer Triosatz des 14-jährigen und ein noch stark an Haydn erinnerndes, dreisätziges Trio in Es-Dur voller Spielfreude. Das zweite Trio aus dem op. 1, nur wenige Jahre nach dem Bonner Trio entstanden, zeigt danach die rasante und erstaunliche Entwicklung des jungen Beethoven. Das virtuos-verspielte Werk enthält viel grössere Spannungsbögen, einen herrlich kantablen langsamen Satz und ist in sinfonischer Viersätzigkeit angelegt. Knapp 15 Jahre später steht uns im „Geistertrio“ dann der reife Beethoven gegenüber in einem Werk voller unerhörter Klangeffekte, Dramatik und Ausdruckstiefe. Vor allem auch der zweite Satz mit seinen geisterhaften Tremolo-Effekten trug wesentlich dazu bei, dass E.T.A. Hoffmann in seiner berühmten Rezension über Beethovens Instrumentalmusik schrieb: „Beethovens Musik bewegt die Hebel der Furcht, des Schauers, des Entsetzens, des Schmerzes und erweckt eben jene unendliche Sehnsucht, welche das Wesen der Romantik ist. Er ist daher ein rein romantischer Komponist.“

Beethovens Musik: Überwältigend wie eine Naturgewalt! Sie markiert den Beginn einer neuen Epoche an der Schwelle von der Klassik zur Romantik. Zu Beethovens 250. Geburtstag legte das international bekannte Schweizer Klaviertrio eine hochgelobte Gesamteinspielung beim deutschen Label audite vor. „So klingt Kammermusik der Spitzenklasse.“ schrieb darüber beispielsweise das renommierte FonoForum.

In einem einmaligen Projekt führt das Schweizer Klaviertrio im Beethoven-Jahr 2020 alle seine Werke für Klaviertrio in vier kommentierten Konzerten innerhalb eines Wochenendes auf. Zwei dieser Trios erklingen dabei mit der von Beethoven selbst alternativ zur Violine eingesetzten Klarinette, interpretiert vom bekannten Klarinettisten Fabio Di Càsola, der den Konzerten damit eine weitere Klangfarbe hinzufügt. Dabei ergibt sich eine faszinierende Gesamtschau über die ganze Entwicklung der Musiksprache Beethovens, von den Jugendwerken aus der Bonner Zeit über die erstaunlichen drei Trios des op. 1 aus seiner ersten, klassischen Schaffensperiode und die der mittleren Periode zuzurechnenden Trios op. 70 bis hin zum Erzherzog-Trio op. 97, das am Beginn seines Spätwerks und an der Schwelle zur Romantik steht. Das Schweizer Klaviertrio spielt dabei neben den bekannten Werken auch das Trio op. 38, eine von Beethoven selber stammende Umarbeitung seines Septetts op. 20 zum Klaviertrio, verschiedene Variationenwerke und Trios aus der frühen Bonner Zeit. Die Philosophie der Aufführungsreihe mit Beethovens Klaviertrios ist es, die Werke nicht chronologisch anzuordnen, sondern kontrastreiche Programme zu gestalten mit einer Mischung aus früheren und späteren Werken sowie der Variationen. Dem Hörer sollen mit diesen spannungsreichen Konzertprogrammen unmittelbare Vergleiche zwischen Beethovens verschiedenen Schaffensphasen erm...

Termine im Überblick

Mai 2020

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