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Revolutionär, Visionär, Romantiker – Beethoven-Triozyklus Konzert III

In 89 Tagen

Auf einen Blick

Das allererste Trio, das Beethoven mit einer Opuszahl versah, steht am Beginn dieses dritten Konzertes. Rasch wird in diesem Werk deutlich, weshalb der junge Beethoven in Wien solches Aufsehen erregte. Das grossangelegte viersätzige Trio geht weit über die bisherigen Werke dieser Gattung von Haydn und Mozart hinaus. Das Cello emanzipiert sich schon deutlich aus seiner Rolle der blossen Bassverdoppelung und tritt in Dialog zur Violine. Anstelle des Menuetts tritt ein erstes Mal ein rasches Scherzo und der Finalsatz lässt bereits Beethovens Humor unverkennbar aufblitzen. Diesem frühen Geniestreich wird das Allegretto WoO 39 gegenübergestellt, Beethovens 20 Jahre später entstandenes, letztes Wort in der Gattung Klaviertrio, das in seiner lyrisch, schwebenden Atmosphäre den Geist Schuberts vorwegnimmt. Das Trio op. 38 erklingt dann in der von Beethoven selber vorgesehenen alternativen Fassung für Klarinette, Cello und Klavier. Der Komponist arbeitet hier die Musik seines schon damals äusserst erfolgreichen Septetts op. 20 in kongenialer Weise zum Klaviertrio um. Ein sprudelnder Dialog der drei Instrumente zeigt hier die verspielte, unterhaltsame Seite des grossen Meisters.

Beethovens Musik: Überwältigend wie eine Naturgewalt! Sie markiert den Beginn einer neuen Epoche an der Schwelle von der Klassik zur Romantik. Zu Beethovens 250. Geburtstag legte das international bekannte Schweizer Klaviertrio eine hochgelobte Gesamteinspielung beim deutschen Label audite vor. „So klingt Kammermusik der Spitzenklasse.“ schrieb darüber beispielsweise das renommierte FonoForum.

In einem einmaligen Projekt führt das Schweizer Klaviertrio im Beethoven-Jahr 2020 alle seine Werke für Klaviertrio in vier kommentierten Konzerten innerhalb eines Wochenendes auf. Zwei dieser Trios erklingen dabei mit der von Beethoven selbst alternativ zur Violine eingesetzten Klarinette, interpretiert vom bekannten Klarinettisten Fabio Di Càsola, der den Konzerten damit eine weitere Klangfarbe hinzufügt. Dabei ergibt sich eine faszinierende Gesamtschau über die ganze Entwicklung der Musiksprache Beethovens, von den Jugendwerken aus der Bonner Zeit über die erstaunlichen drei Trios des op. 1 aus seiner ersten, klassischen Schaffensperiode und die der mittleren Periode zuzurechnenden Trios op. 70 bis hin zum Erzherzog-Trio op. 97, das am Beginn seines Spätwerks und an der Schwelle zur Romantik steht. Das Schweizer Klaviertrio spielt dabei neben den bekannten Werken auch das Trio op. 38, eine von Beethoven selber stammende Umarbeitung seines Septetts op. 20 zum Klaviertrio, verschiedene Variationenwerke und Trios aus der frühen Bonner Zeit. Die Philosophie der Aufführungsreihe mit Beethovens Klaviertrios ist es, die Werke nicht chronologisch anzuordnen, sondern kontrastreiche Programme zu gestalten mit einer Mischung aus früheren und späteren Werken sowie der Variationen. Dem Hörer sollen mit diesen spannungsreichen Konzertprogrammen unmittelbare Vergleiche zwischen Beethovens verschie...

Termine im Überblick

Mai 2020

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