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Galerie Kunstsammlung Unterseen

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  • Unterseen
  • 31.08. – 22.09.2019Autres dates
  • 17:00
Galerie Kunstsammlung Unterseen - Nicht nur Picasso hat lithografiert. Ernst Hanke, Rückblick auf das Leben eines Steindruckers.
Steindruckerei Erika und Ernst Hanke - Schulen und Ausbildung in Zürich, Lehre als Offsetdrucker, mit Steindruck in der Grundausbildung beim Art Institut Orell Füssli in Zürich. Weiterbildung bei der Steindruckerei Matthieu AG in Dielsdorf / ZH.

Seit der Lehre, in der ich mit dem Solnhofer Schiefer in Berührung kam, hat mich die Faszination für den Steindruck oder die Lithographie nicht mehr losgelassen. Nach der Lehre arbeitete ich ein paar Jahre in verschiedenen Druckereien. Per Zufall kam ich aber wieder auf den Steindruck. In Dielsdorf arbeitete ich mit vielen Internationalen Künstlern 13 Jahre als Steindruckandrucker.

1984 konnten wir die ehemalige Lithographieanstalt Casserini & Sohn in Thun käuflich erwerben. Zusammen mit meiner Frau Erika bauten wir unsere eigene Druckerei auf. 1987 sind wir dann mit der ganzen Druckerei nach Ringgenberg bei Interlaken umgezogen. Hier druckten wir für verschiedene Künstler aus dem In- und Ausland. Diese Ausstellung ist eine Zusammenfassung verschiedener Arbeiten aus bald 50 Jahren Berufsausübung.

Die Lithografie wurde 1796 von Alois Senefelder in Offenbach am Main erfunden. Der Steindruck ist die Grundform des Flachdrucks. Der Name Lithographie kommt aus dem griechischen von Litho = Stein und Graphis = Zeichnen
/ Schreiben. Der Steindruck ist ein chemisches Druckverfahren. Hier liegen die druckenden und die nichtdruckenden Teile auf gleicher Ebene (Flachdruck).

Der Steindruck ist ein Druckverfahren, das auf der Basis von Anziehung und Abstossung arbeitet. Wie man sicher weiss, stossen sich Fett und Wasser gegenseitig sehr stark ab. Die Zeichnung wird mit fettiger Tusche oder Fettkreide auf den Stein aufgetragen. Der nicht druckende Teil wird mit Gummi Arabikum und ganz wenig Salpetersäure präpariert. Wenn einmal eingetrocknetes Gummi Arabikum feucht wird, quillt es auf und hält die Feuchtigkeit eine Weile fest. Vor dem Einwalzen mit Farbe wird der Stein mit Wasser gefeuchtet und kann dann, solange die Oberfläche feucht ist, mit fettiger Farbe eingewalzt
werden. Das Fett der Zeichnung nimmt Fettfarbe an und der gefeuchtete Rest des Steines stösst die Fettfarbe ab. Die aufgewalzte Farbe wird dann mit hohem Druck auf das Papier übertragen. Nach dem Drucken der Auflage wird die Oberfläche der Lithographiesteine wieder abgeschliffen und die Steine können wieder für eine neue Arbeit gebraucht werden.

Die ausgestellten Arbeiten sind von:
Alois Cariget Paul Wunderlich
Hans Erni Poen de Wijs
Hans Ruedi Wüthrich Marin van Niewpoort
Gianni Vasari Michèle Lehmann
Lotti Glauser Jean Claude Bougeois
Jacques Rime Michael Parkes
Jürg Maurer Vladimir Gazovic
Albin Brunowsky Werner Fehlmann
Robert Jancovic Jerôme Devreux
Dagmar Merzricky Don Clark
Schang Hutter Gottfried Tritten
Ueli Colombi Simon Dittrich
Susanne Hartmann Olav van Overbeek
und weitere Künstlerinnen und Künstler

Vernissage: Samstag den 31. August 2019, 17.00 Uhr - Begrüssung: Christoph Wyss, Präsident KSU
Einführung: Ernst Hanke, Ringgenberg

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