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Revolutionär, Visionär, Romantiker – Beethoven-Triozyklus Konzert I

En ours

En bref

In diesem ersten Programm erkling zum Auftakt das populäre und brillante „Gassenhauertrio“ in der Fassung mit Klarinette, Cello und Klavier gefolgt von den nur selten im Konzertsaal anzutreffenden Variationen op. 44. Das grandiose „Erzherzogtrio“ beschliesst das Konzert. Beethovens Meisterschaft in der Variationstechnik kommt in allen drei Werken in ganz unterschiedlicher Art und Weise zum Ausdruck: Im „Gassenhauertrio“, dem frühesten Beispiel, variiert Beethoven ein populäres Thema, nämlich das Terzett Pria ch’io l’impegno aus Weigls Kassenschlager L’amore marinaro (Der Korsar), das damals in Wien in aller Munde war. Diesem brillanten und virtuosen Beispiel stehen die Variationen op. 44 gegenüber, die eine kalkulierende und fast schon modern zu bezeichnende Seite des konstruktiven Ausreizens musikalischer Gedanken zeigen. In den Variationen im langsamen Satz des „Erzherzogtrios“ wird der unglaubliche Weg fassbar, den Beethoven als Komponist im Laufe seines Lebens gegangen ist. Die Dimensionen sind ins Symphonische geweitet und die Klangwelt weist schon weit in die Romantik voraus. Die Variationen sind nicht mehr auf Kontrast angelegt, sondern wachsen organisch eine aus der anderen heraus zu einem beinahe mystischen Kosmos.

Beethovens Musik: Überwältigend wie eine Naturgewalt! Sie markiert den Beginn einer neuen Epoche an der Schwelle von der Klassik zur Romantik. Zu Beethovens 250. Geburtstag legte das international bekannte Schweizer Klaviertrio eine hochgelobte Gesamteinspielung beim deutschen Label audite vor. „So klingt Kammermusik der Spitzenklasse.“ schrieb darüber beispielsweise das renommierte FonoForum.

In einem einmaligen Projekt führt das Schweizer Klaviertrio im Beethoven-Jahr 2020 alle seine Werke für Klaviertrio in vier kommentierten Konzerten innerhalb eines Wochenendes auf. Zwei dieser Trios erklingen dabei mit der von Beethoven selbst alternativ zur Violine eingesetzten Klarinette, interpretiert vom bekannten Klarinettisten Fabio Di Càsola, der den Konzerten damit eine weitere Klangfarbe hinzufügt. Dabei ergibt sich eine faszinierende Gesamtschau über die ganze Entwicklung der Musiksprache Beethovens, von den Jugendwerken aus der Bonner Zeit über die erstaunlichen drei Trios des op. 1 aus seiner ersten, klassischen Schaffensperiode und die der mittleren Periode zuzurechnenden Trios op. 70 bis hin zum Erzherzog-Trio op. 97, das am Beginn seines Spätwerks und an der Schwelle zur Romantik steht. Das Schweizer Klaviertrio spielt dabei neben den bekannten Werken auch das Trio op. 38, eine von Beethoven selber stammende Umarbeitung seines Septetts op. 20 zum Klaviertrio, verschiedene Variationenwerke und Trios aus der frühen Bonner Zeit. Die Philosophie der Aufführungsreihe mit Beethovens Klaviertrios ist es, die Werke nicht chronologisch anzuordnen, sondern kontrastreiche Programme zu gestalten mit einer Mischung aus früheren und späteren Werken sowie der Variationen. Dem Hörer sollen mit diesen spannungsreichen Konzertprogra...

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mai 2020

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