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An der Nordflanke des Hohgant

Auf einen Blick

  • Start: Innereriz
  • Ziel: Innereriz
  • mittel
  • 10,54 km
  • 3 Std. 40 Min.
  • 754 m
  • 1574 m
  • 1042 m
  • 60 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Bergwanderweg ab Rotmoos bis Grüenenberg. Als der liebe Gott das Berner Oberland erschaffen habe, so berichtet die Legende, sei ein Rest von allem übriggeblieben. Der himmlische Vater habe einen der beiden Wächter des Oberlandes, den Hohgant (der andere ist das Stockhorn), daraus gebildet und sein Werk mit Wohlgefallen betrachtet. Als Riegel von nahezu 9 km Länge und etwa 2 km Breite steht der Hohgant zwischen Emmental und Oberland. Mit 2196 m Höhe (Furggengütsch) ist er der höchste Gipfel der Voralpenkette, die sich vom Pilatus her über die Schrattenflue, die Sieben Hengste, den Sigriswil- und den Güggisgrat zum Thunersee senkt. Wanderungen in dessen Nähe bieten für alle etwas: beschauliche Einsamkeit den Erholungssuchenden, urzeitliche Wunder den geologisch Interessierten, eine überraschend vielfältige Flora und eine reiche Fauna den Naturliebenden und schliesslich steile Bergpfade in schroffen Felswänden für die Anhänger sportlicher Höchstleistungen. Naturschutzgebiet! Hartbelag einzig in unmittelbarer Nähe des Ausgangspunkts.

Von der Post Innereriz zuerst zur Zulgbrücke hinunter. Dann auf dem Zufahrtssträsschen zum schmucken Hof Dräcker ansteigen. Rückwärtsblickend gewahrt man die weichlinige Passlücke der Sichle zwischen Burst und Sieben Hengsten. Auch der Blick talauswärts, der Zulg entlang, rechtfertigt einen kurzen Halt. Recht stark steigend gewinnt nun ein Fahrweg durch Wald und über Lichtungen rasch an Höhe. Ein Fussweg führt durch die etwas sumpfigen Wiesen in den bewaldeten Graben des Chaltbaches. Ein Dammweg gestattet, das anschliessende sumpfige Gelände trockenen Fusses zu queren, und bald ist das grosse Gehöft Rotmoos erreicht. Nun beginnt der fast einstündige Aufstieg unter die Flühe des Hohgant. Die weiss-rot-weissen Farbmarkierungen weisen darauf hin, dass der Aufstieg eine gewisse Bergtüchtigkeit voraussetzt. Nachdem der Bach überschritten ist, zweigt ein Fussweg links vom Fahrsträsschen ab und führt über eine ausgeprägte Weiderippe zu den Sennhütten von Ober Breitwang (durch die Chrinde zum Hohgant/Westgipfel 1h10. Vorsicht!; nach Innereriz 50 min).
Stetig weitet sich die Sicht Richtung Bumbach und Schrattenflue, auf die gegenüberliegende Honegg, ins Tal der Zulg und zu Burst und Sieben Hengsten. Voraus türmt sich das Bollwerk des Hohgant auf, von dem Hermann Hiltbrunner sagt: «Die Kalkmasse der Nordwand ist voller Wunden und Striemen. Der Berg hat etwas Erschütterndes, sein Blick etwas von uralter Trauer.»
Gleichmässig weiter durch die Nordwestflanke ansteigend erreicht man im Schiltwang den Wald (zum Trogenhorn 1h15, zum Hohgant/Westgipfel 1h45, Vorsicht!). Durch Wald und über Alpweiden führt der Weg nun direkt unter die Fluhbänder und am Arni vorbei recht ruppig abwärts auf den Grüenenberg und durch das Tälchen des Fallbachs nach Fall. Hier den Bach queren und auf gutem Waldweg zu den von mächtigen Ahornen beschatteten Sennhütten von Hinter Sol. Ein kurzweiliger, stellenweise jedoch glitschiger Pfad mündet am Bach in einen Fahrweg, der durch den Talboden nach Innereriz zurückführt.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Innereriz - Rotmoos - Ober Breitwang - Grüenenberg - Innereriz

Sicherheitshinweise

Diese Route verläuft ganz oder teilweise auf signalisierten Wegen der Kategorie Bergwanderweg

 

Ausrüstung

Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste Bergschuhe, mittelgrosser Rucksack mit Hüftgurt, Sonnenschutz, Regenbekleidung, Wanderstöcke, Taschenapotheke, Picknick, genügend Flüssigkeit.

 

Tipp des Autors
Literatur

Wandervorschlag aus dem Wanderbuch Bernerland, Wanderbuchreihe der BWW, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Karten

Swisstopo Wanderkarte 1:50'000 254T Interlaken, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Weitere Informationen

Verein Berner Wanderwege, Bern, Tel.: 031 340 01 01, E-Mail: [email protected], Homepage: www.bernerwanderwege.ch

Wegbelag

  • Asphalt (9%)
  • Wanderweg (50%)
  • Pfad (42%)

Wetter

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