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Den Sonnenaufgang am Hohgant erleben

Auf einen Blick

  • Start: Habkern, Lombachalp
  • Ziel: Habkern, Lombachalp
  • mittel
  • 14,92 km
  • 5 Std. 15 Min.
  • 640 m
  • 2164 m
  • 1558 m
  • 80 / 100
  • 40 / 100

Beste Jahreszeit

Einmal in aller Frühe den Hohgant besteigen und dabei ein herbstliches Farbenspiel und eine traumhafte Rundumsicht erleben. Hartbelag im ersten Teil der Wanderung.

Stock dunkel und totenstill ist es auf der Lombachalp an diesem frühen Morgen im Herbst. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe machen wir uns auf den Weg durch das Hochmoor der Lombachalp in Richtung Hohgant. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, ist die Lampe bald überflüssig. Dank der komfortablen Asphaltstrasse kommen wir schnell vorwärts und haben den Blick frei in die stille und menschenleere Moorlandschaft. Am Horizont zeichnet sich bereits die Dämmerung ab, erste Farben tauchen in der Dunkelheit auf. Bei Möser zweigen wir links ab und gewinnen auf der Alpstrasse Richtung Ällgäuli schnell an Höhenmeter. Parallel dazu schälen sich die ersten Berggipfel aus der Dunkelheit. Nach einer kurzen Rast im Morgengrauen beginnt bei der Alp Ällgäuli der eigentliche Aufstieg zum Gipfel. Erste Sonnenstrahlen schlagen über den Brienzergrat und verkünden einen tollen Wandertag. Sie tauchen die uns begleitenden Südwände des Hohgants in warmes Licht. Dank der Morgenfrische ist der Aufstieg über die zahlreichen Steinstufen um einiges angenehmer als mit der Mittagssonne. Zuerst über Matten anschliessend in steinigem Gelände steigt der Bergwanderweg hinauf in den Felsenkessel zwischen den beiden Gipfel Hohgant und Furggegütsch. Den Furggegütsch lassen wir rechts liegen und wählen bei der Wegverzweigung nah der beiden Gipfel den Weg links zum Hohgant.

Pünktlich zum Znüni um 9 Uhr haben wir den Gipfel erreicht. Verblüfft sind wir einerseits ab der gewaltigen Rundumsicht die unseren Blick unersättlich umherschweifen lässt. Andererseits sind wir erstaunt ab der riesigen Fläche des Hohgantgipfels oder besser dessen Hochplateaus welches von Millionen von Steinen durchzogen wird.

Für den Abstieg wählen wir den Süd Grat welcher direkt zum Stand herunter führt. Der Weg ist teils steinig und abschnittsweise auch mit grösseren Blocksteinen versehen die wild durcheinander liegen. Der Bergwanderweg ist gut markiert, dennoch muss man sich den Weg richtiggehend zwischen den Blöcken hindurch bahnen. Das tolle Panorama und die wilde Natur entschädigen für die abschnittsweise Kraxlerei. Ab dem Stand folgen wir der Wasserscheide von Emme und Lombach. Ausgedehnte Heidelbeerfelder begleiten uns entlang der Widegg, dem Bolberg und der Winterröscht. Kurz vor Mittag sind wir zurück auf der Lombachalp und freuen uns über eine Stärkung im nahen Alpbeizli.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Lombachalp - Möser - Allgäuli - Hohgant - Stand - Widegg - Lombachalp

Sicherheitshinweise

Die Wandderung verläuft im ersten Teil bis Möser auf einer Asphaltstrasse die nicht als Wanderweg signalisiert ist. Der restliche Teil der Wanderung verläuft mehrheitlich auf Wegen der Kategorie Begrwanderweg. Die Wanderung sollte nur bei guten Witterungsbedingungen unternommen werden.

Ausrüstung

Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste Bergschuhe, mittelgrosser Rucksack mit Hüftgurt, Sonnenschutz, Regenbekleidung, Taschenapotheke, Picknick, genügend Flüssigkeit, Mobiltelefon, Welchselgeld für Parkplatz.

Anfahrt

Mit dem Auto via Interlaken nach Habkern und weiter bis Rotenschwand/Lombachalp.

Parken

Kostenpflichtige Parkplätze auf der Lombachalp

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Interlaken und per Potsauto nach Habkern. Weiter mit dem Bus bis Roteschwand/Lombachalp. Achtung! Für eine Wanderung zum Sonnenaufgang gibt es keine ÖV Verbindung. Dazu bitte das Privatauto verwenden.

Karten

Swisstopo Wanderkarte 254T Interlaken1:50'000

Weitere Informationen

Berner Wanderwege, Moserstrasse 27, 3000 Bern 22, [email protected], 031 340 01 01

Wegbelag

  • Asphalt (43%)
  • Pfad (44%)
  • Wanderweg (13%)

Wetter

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