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Trütlisbergpass – Hochmoore und Blumenreichtum

Auf einen Blick

  • Start: Lenk
  • Ziel: Lauenen
  • mittel
  • 14,75 km
  • 5 Std. 20 Min.
  • 1100 m
  • 2037 m
  • 1065 m
  • 60 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Reizvolle Passwanderung vom Obersimmental ins Lauenental angesichts der jähen, zum Teil vergletscherten Nordflanken des Wildstrubel-Wildhorn-Gebiets. Eindrücklich sind auch die ausgeprägten Moorgebiete mit entsprechender Vegetation. Der Routenverlauf ist weitgehend identisch mit der im Inventar historischer Verkehrswege festgehaltenen Streckenführung. Wenig Hartbelag.

Lenk, einst «Bedli», heute Kurzentrum, ist besonders stolz auf seine heilbringenden Quellen. Bereits 1689 erteilten Schultheiss und Rat der Stadt Bern die Bewilligung, «einen Schwefelbrunnen zu einem Baad zuzurichten». Damals wusste noch niemand, dass die Balmquelle die bedeutendste und stärkste Schwefelquelle der Alpen ist. Im 1977 erbauten modernen Kurzentrum können die gesundheitsfördernden Eigenschaften dieses Wassers optimal genutzt werden. Die Sage bringt den Namen Lenk mit Longinus, einem Flüchtling der thebäischen Legion, in Verbindung. Wahrscheinlicher ist jedoch die Ableitung von «a der lengen Egge», einem Ausläufer des Oberlaubhorns.
Vom Bahnhof Lenk gehts kurz abwärts zur Simmebrücke und ins Ortszentrum. Von der Kirche aus führt ein leicht ansteigendes Trottoir zum Eingang der Wallbachschlucht. Über Treppen und Stufen durchstreift man deren imposantesten Teil, welcher Einblicke in die auffälligen Erosionsformen vermittelt, die das Wasser im Laufe der Jahrtausende ausgewaschen hat. Nun auf gut ausgebautem Weg über viele Stufen im bewaldeten Schluchthang aufwärts zum Berghaus Wallegg. Einer kaum sichtbaren Wasserleitung entlang führt der sogenannte Wasserweg durch die bewaldete Grabenflanke zum Steg über den Bergbach und am Gegenhang steil hinauf zu den Weiden In der Siten. Erst führt ein Fahrweg, dann ein Pfad über blumenreiche, stellenweise sumpfige Bergmatten zum Undere, dann weiter zum Obere Lochberg. Die eindrückliche Moorlandschaft am Trütlisbergpass ist durchsetzt mit Knabenkräutern, Wollgräsern und der Arktischen Binse. Schöner Blick von der Passhöhe ins Wildstrubel- und Wildhorngebiet und ins Tal von Lauenen. Schneeweiss wirken die Gipsfelder der Gryde an der nahen Stübleni. Umfassender ist der Rundblick von der nahen Tube aus (2106 m; 15 min).
Die bisherige Richtung beibehaltend gehts nun schräg über den Weidehang hinunter zur Hütte von Vordere Trütlisberg, wo die Waldgrenze erreicht wird. Wald und Weide wechseln sich im Weiterabstieg zur Hüttengruppe Uf der Flue in angenehmem Rhythmus ab. Kurz nach Überschreiten des Schwarzbächlis und des Mülibachs im Rütschli beschreibt der Weg eine grosse Schlaufe und führt schliesslich letzterem entlang hinunter ins Dorfzentrum von Lauenen. Dieses ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder enthalten.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Lenk - Wallbachschlucht - Wallegg - Trütlisbergpass - Uf der Flue - Lauenen

Sicherheitshinweise

Diese Route verläuft ganz oder teilweise auf Bergwanderwegen.

Ausrüstung

Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste Bergschuhe, mittelgrosser Rucksack mit Hüftgurt, Sonnenschutz, Regenbekleidung, Wanderstöcke, Taschenapotheke, Picknick, genügend Flüssigkeit, Mobiltelefon.

Öffentliche Verkehrsmittel

Hinreise: mit der Bahn via Zweisimmen an die Lenk

Rückreise: mit dem Postauto ab Lauenen nach Gstaad. Von dort per Bahn nach Zweisimmen

Literatur

Wandervorschlag aus dem Wanderbuch Passwege im Berner Oberland, Wanderbuchreihe der BWW, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Karten

Swisstopo Wanderkarte 1:50'000 263T Wildstrubel

Weitere Informationen

Verein Berner Wanderwege, Bern, Tel.: 031 340 01 01, E-Mail: [email protected], Homepage: www.bernerwanderwege.ch

Wegbelag

  • Strasse (3%)
  • Asphalt (10%)
  • Pfad (51%)
  • Wanderweg (25%)
  • Schotter (12%)

Wetter

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