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Vom Brienzer Rothorn nach Turren

Auf einen Blick

  • Start: Brienzer Rothorn
  • Ziel: Turren
  • mittel
  • 9,24 km
  • 3 Std. 30 Min.
  • 275 m
  • 2346 m
  • 1513 m
  • 100 / 100
  • 40 / 100

Beste Jahreszeit

Auf das Brienzer Rothorn schnauft die letzte, noch mit Dampf betriebene Zahnradbahn der Schweiz. Die Bahnfahrt ist ein Erlebnis, ebenso die Gratwanderung hinüber nach Turren.

Die ist über 100 Jahre alt.» In der Stimme des Lokführers schwingt Stolz mit, während er einen Tropfen Öl auf den Kolben träufelt. Es zischt und qualmt, Rauchwolken trüben die Sicht. Noch eine Schraube anziehen, den Lack polieren, den Kessel mit Wasser auffüllen. Am Brienzer Rothorn schlägt das Herz eines jeden Eisenbahnliebhabers höher. Die qualmende Lokomotive stammt noch aus der Gründerzeit, aus den Jahren 1891/92. Drei Loks dieser Generation sind am Rothorn im Einsatz. Doch an Schönwettertagen herrscht Grossandrang. Dann erhalten die Oldies Verstärkung von leistungsstärkeren Lokomotiven.

7,6 Kilometer sind es von Brienz auf das Rothorn, die Höhendifferenz beträgt 1678 Meter. Die Lok zuckelt über Alpweiden und vorbei an grasenden Kühen, rattert durch eine Galerie und quält sich durch Tunnels. Bei der Zwischenstation Planalp wird Wasser gefasst. 1500 Liter Wasser benötigt eine Lok für das Erklettern des Brienzer Hausbergs. Nach einer Stunde Fahrzeit stoppt der Zug bei der Station Rothorn Kulm.

Das Rothorn ist ein Aussichtsberg, aber auch ein Grenzberg: Auf ihm treffen die drei Kantone Bern, Luzern und Obwalden zusammen. Und natürlich ist das Rothorn ein Wanderberg. Beliebt ist die Gratwanderung hinüber nach Schönbüel. Früher konnte man von dort mit der Seilbahn hinunter nach Lungern fahren, jetzt wandert man halt bis nach Turren und steigt dort in die Gondelbahn. Auf der Wanderung kommt man am Eisee vorbei und steigt auf den Arnihaaggen, der sich in punkto Aussicht nicht hinter dem Rothorn verstecken muss. Kurz vor Schönbüel verzweigt sich der Weg: Sowohl der Gibel wie auch die Höch Gumme bescheren Traumaussichten: Am Horizont leuchten die 4000er, in der Ferne glitzert der Thunersee und 1600 Meter tiefer blaugrün der Brienzersee.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Vom Rothorn-Gipfel (2349 m) hinunter zum Eiseesattel (2025 m). Kurzer Abstecher (10 Min.) zum Eisee (1869 m) möglich. Nun steil hinauf zum Arnihaaggen (2207 m); weiter auf dem Gratweg bleiben und über die Aussichtskanzel Gibel (2040 m) und Schönbüel (2011 m) und dann via Breitenfeld (1763 m) nach Turren (1529 m).

Sicherheitshinweise

Wenig schwierige Gratwanderung, die an manchen Stellen einen sicheren Tritt verlangt. Weiss-rotweiss markiert. Schwierigkeit: T2/3.

Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe.

Tipp des Autors

Vom Gibel noch hoch zum Aussichtspunkt Höch Gumme (2205 m), plus etwa ½ h.

Anfahrt

Mit dem Auto nach Brienz. Nach der Wanderung von Lungern mit Zug und Bus über Brünigpass zurück nach Brienz (Fahrzeit etwa eine halbe Stunde).

Parken

Parkplätze in Brienz.

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise: Mit dem Zug über Interlaken oder über den Brünigpass und Meiringen nach Brienz; mit der Dampfbahn aufs Brienzer Rothorn. Alternativ gelangt man auch von Sörenberg mit der Luftseilbahn aufs Rothorn.

Rückreise: Von Turren Luftseilbahn nach Lungern, hier Bahnanschluss.

Literatur

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 4/2013: Thunersee – Brienzersee. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wandermagazin.ch und www.wanderwege.ch.

Karten

LK 1:50.000, 254T Interlaken.

Weitere Informationen

Brienz Rothorn Bahn, 3855 Brienz, Tel. 033 952 22 22, www.brienz-rothorn-bahn.ch.

Brienz Tourismus, Hauptstrasse 14, 33855 Brienz, Tel. 033 952 80 80, www.brienz-tourismus.ch und www.interlaken.ch.

Lungern-Turren-Bahn, 6078 Lungern, Tel.  041 679 01 11, www.turren.ch.

Wegbelag

  • Pfad (71%)
  • Strasse (1%)
  • Wanderweg (20%)
  • Asphalt (8%)

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