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Von Aeschiried auf das Morgenberghorn

Auf einen Blick

  • Start: Aeschiried, Schulhaus
  • Ziel: Aeschiried, Schulhaus
  • schwer
  • 16,87 km
  • 7 Std.
  • 1369 m
  • 2249 m
  • 979 m
  • 100 / 100
  • 80 / 100

Beste Jahreszeit

Das Morgenberghorn ist eine fantastische Aussichtskanzel hoch über dem Thunersee. Die Rundwanderung mit Ausgangs- und Endpunkt in Aeschiried ist lang und anspruchsvoll.

«Morgenberghorn 4 Std. 30 Min.» Der Wegweiser beim Schulhaus in Aeschiried lässt keine Zweifel offen: Der Weg zum Gipfel ist weit – und herunter möchte man ja auch wieder. Man sollte also zeitig aufbrechen. Erstes Zwischenziel ist der Aeschispitz; ein Aussichtspunkt, der vor allem im Winter frequentiert wird – genügend Schnee vorausgesetzt. Dann nämlich sind die Lifte des kleinen und charmanten Skigebiets in Betrieb, und die Familien und Schulklassen aus der nahen Umgebung geniessen Abfahrten direkt vor der Haustüre.

Vom Aeschispitz führt der Weg über Bireberg bis zur Greberegg und weiter zur Brunnihütte. Der Skiclub Leissigen betreibt die einfache aber gemütliche Berghütte mit Massenlager. Mächtig türmt sich die Nordwestflanke des Morgenberghorns über der Alp Brunni auf. Durch den unüberwindbar scheinenden Riegel windet sich ein kettengesicherter Kamin. Die leichte Kletterpartie durch das «Chemi» geht rasch, dann steigen wir über den lang gezogenen Westgrat zum Gipfel. Oben steht eine geschmiedete, eiserne Fahne, bemalt mit Schweizer Kreuz und Berner Bär. Und auch ein Gipfelbuch ist deponiert.

Das Morgenberghorn beschert eine 360°-Rundumsicht. Weit unten liegen Thuner- und Brienzersee, drumherum stehen eine ganze Reihe wanderbarer Gipfel Spalier: Augstmatthorn, Niederhorn, Sigriswiler Rothorn, Niesen, Wätterlatte, Dreispitz und Schwalmere sind allesamt lohnende Ziele. Irgendwann sollte man dann an den Abstieg denken. Denn der Rückweg ist noch weit. Über den Südgrat geht’s abwärts, teilweise kettengesichert und über Geröll. Beeindruckend sind die Tiefblicke in die Talkessel von Saxeten und der Latrejenalp. Beim Rengglipass, dem Übergang vom Saxettal ins Suldtal, beginnt dann der gemächliche Teil: über die Alpütten von Mittelberg, am Latrejebach entlang, zum Aussichtsbänkli mit Sicht auf den 80 Meter hohen Pochtenfall. Kurze Zeit später sitzen wir im gleichnamigen Restaurant und stossen auf diese Wanderung an, die zu den schönsten im Berner Oberland zählt.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Von Aeschiried (1015 m) über die Aeschiallmi auf den Spitz (1393 m). Weiter über Bireberg (1420 m) und Greberegg (1550 m) bis zur Brunnihütte (1644 m). Steiler Aufstieg an den Fuss des Morgenberghorns und durch einen kettengesicherten Kamin auf den Westgrat. Über den Grat steil aber wenig schwierig zum Gipfel (2249 m). Vorsicht beim Abstieg über den Südgrat: Eine Geröllpassage ist mit Ketten abgesichert. Vom Rengglipass (1879 m) über Alpweiden nach Mittelberg (1525 m), am Latrejebach entlang über Schlieri (1425 m) und Lauenen (1370 m) bis zum Aussichtspunkt (Sitzbank) auf den Pochtenfall. In wenigen Minuten vollends hinab zum Restaurant Pochtenfall im Suld (1080 m), ab hier in etwa einer Stunde talauswärts bis Aeschiried.

Varianten: Vom Rengglipass kann man auch in etwa 1,5 Stunden nach Saxeten (Postauto) und in etwa 2,75 Stunden nach Wilderswil (Bahnanschluss) absteigen.

Sicherheitshinweise

Anspruchsvolle Bergwanderung. Kettengesicherte Passagen oberhalb Brunni und beim Abstieg zum Rengglipass. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Weiss-rot-weiss markiert, zwischen Morgenberghorn und Rengglipass weiss-blau-weiss markiert. Schwierigkeit: T3.

Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe.

Tipp des Autors

Von der Greberegg könnte man in einer knappen Stunde zum Restaurant Pochtenfall ins Suldtal absteigen, dann ist es eine schöne Vor- oder Nachmittagsrunde.

Anfahrt

Mit dem Auto über Spiez und Aeschi nach Aeschiried.

Parken

Parkplätze in Aeschiried beim Schulhaus.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Spiez, weiter mit Postauto bis Aeschiried Schulhaus.

Literatur

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 4/2013: Thunersee – Brienzersee. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wanderwege.ch

Daniel Anker: Berner Oberland West. ISBN 978-3-7633-4282-2, Rother-Verlag, www.rother.de

Karten

LK 1:50.000, 254 T Interlaken.

Weitere Informationen

Aeschi Tourismus, Scheidgasse 8, 3703 Aeschi, Tel. +41 (0) 33 654 14 24, www.aeschi-tourismus.ch

Von Juli bis Anfang Oktober fährt an Samstagen, Sonn- und allgemeinen Feiertagen der Suldtal-Bus (PostAuto-Linienverkehr) auf der Strecke Aeschiried - Suld (Restaurant Pochtenfall) - Aeschiried. Eine einfache Fahrt kostet 5.00 CHF pro Person. Für Gruppen ab 10 Personen ist eine Reservation erforderlich: Tel. 0848 100 222.

Einkehren, z.B.:
Brunnihütte (Mai bis Oktober an Wochenenden bewirtet), Tel. +41 (0) 77 438 08 65, www.scleissigen.ch
Sennhütte Mittelberg (Mai bis Oktober), Tel. +41 (0) 33 654 20 73.
Restaurant Pochtenfall im Suldtal, Tel. +41 (0) 33 654 18 66, http://www.restaurant-pochtenfall.ch
Hotels und Restaurants in Aeschi und Aeschiried.

 

 

 

Wegbelag

  • Asphalt (14%)
  • Pfad (74%)
  • Wanderweg (12%)

Wetter

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