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Von der Lauchernalp über den Lötschenpass nach Selden

Auf einen Blick

  • Start: Lauchernalp
  • Ziel: Selden
  • schwer
  • 12,47 km
  • 6 Std.
  • 777 m
  • 2690 m
  • 1538 m
  • 100 / 100
  • 80 / 100

Beste Jahreszeit

Die Wanderung über den Lötschenpass ist lang aber beliebt. Auf halber Strecke steht die Lötschenpasshütte und wer aufmerksam durch die Landschaft wandert, macht aus der Tour sogar eine naturkundliche Wanderung.

Wie eine Mondlandschaft – denkt man sich auf dem Lötschenpass: Steine, nichts als Steine. Vor ein paar Stunden sind wir auf der Lauchernalp gestartet und über Weiden und Wiesen zur Kummenalp gewandert. Dann wurde es steiler und steiniger. Irgendwann lehnte sich die Bergflanke zurück und wir erreichten den Lötschenpass, Übergang vom Lötschental ins Gasterntal. Mitten in dieser Steinwüste steht die Lötschenpasshütte.

Erkundet man die nahe Umgebung stellt man fest: Die Wüste lebt. Innerhalb kurzer Zeit entdecken wir über zehn verschiedene Pflanzenarten. Die meisten von ihnen wachsen in Form kleiner Polster – Farbtupfer in der von Grautönen geprägten Landschaft. Die Alpen-Gämskresse, deren gefiederte Blätter in der Tat nach Kresse schmecken, besitzt strahlend-weisse Blüten. Ebenfalls weiss, im Alter aber rötlich, sind die grossen Blüten des Gletscher-Hahnenfusses. Das Rundblättrige Täschelkraut bringt lila Blüten hervor, während der Gegenblättrige und der Zweiblütige Steinbrech ein knalliges Pink bevorzugen, letzterer mit einem Stich ins Dunkelrot. Auch Gelb darf nicht fehlen: Das seidig behaarte Gletscher-Fingerkraut steuert ein Sonnengelb bei, der Moosartige Steinbrech ein Zartgelb. Die «Mondlandschaft» ist also gar nicht so unwirtlich wie sie scheint– zumindest für Pflanzen nicht.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Von der Bergstation Lauchernalp (1969 m) über Stafel (2047 m) auf die Kummenalp (2086 m) und weiter auf den Lötschenpass zur Lötschenpasshütte (2690 m). Der Abstieg ins Gasterntal verläuft zuerst über felsiges Gelände, dann über den unteren Teil des Lötschengletschers (Stangen als Markierung) und weiter steil abwärts über die Gfelalp (1847m) nach Selden (1537m).

Sicherheitshinweise

Lange Passwanderung vom Lötschental ins Gasterntal. Im Frühsommer sind im Abstieg manchmal noch vereinzelte Schneefelder zu queren. Trittsicherheit erforderlich. Weiss-rot-weiss markierte Bergwege. Passage über den Lötschengletscher ist mit Stangen markiert. Schwierigkeit: T3.

Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung, stabile Wanderschuhe.

Tipp des Autors

Die Wanderung lässt sich selbstverständlich auch in umgekehrter Richtung begehen. Sie ist auch ideal als 2-Tages-Tour mit Übernachtung auf der Lötschenpasshütte.

Anfahrt

Mit dem Auto bis Goppenstein oder Wiler. Nach der Wanderung von Kandersteg mit Zug durch den Lötschbergtunnel zurück nach Goppenstein, bzw. Wiler (Fahrplan beachten!).

Parken

Parkplätze in Goppenstein und Wiler.

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise: Mit dem Zug nach Goppenstein, weiter mit Postauto nach Wiler. Von dort mit Luftseilbahn zur Bergstation Lauchernalp. Fahrplan unter www.lauchernalp.ch

Rückreise: Ab Selden mit Gasterntalbus nach Kandersteg (fährt Juni bis September, übrige Zeit auf Bestellung), Fahrplan/Reservation unter 033 671 11 71, www.kander-reisen.ch. Ab Kandersteg Bahnanschluss. Von Selden kann man alternativ auch zu Fuss nach Kandersteg wandern (etwa 2 Stunden).

Literatur

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 12/2016: Lötschberg. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wanderwege.ch

Claudia Schnieper: Das Wallis für Anfänger. ISBN 978-3-906060-10-1, Rothus-Verlag, Solothurn, www.rothus.ch

Karten

LK 1:50.000, 264T Jungfrau.

Weitere Informationen

Lötschental Tourismus, 3918 Wiler, Tel. 027 938 88 88, www.loetschental.ch

Kandersteg Tourismus, Tel. 033 675 80 80, www.kandersteg.ch

Lötschenpasshütte, Tel. 027 939 19 81, www.loetschenpass.ch

Wegbelag

  • Wanderweg (25%)
  • Pfad (74%)

Wetter

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